Ergonomie im Arbeitszimmer
Das Arbeitszimmer dürfte bei der Wohnungseinrichtung wohl eher vernachlässigt werden. Besucher bekommen dies ja auch meist nicht zu Gesicht und so dient es häufig außerdem als Abstellraum. Aber wer in dem heimischen Arbeitszimmer länger Zeit verbringt und dort tatsächlich auch mal arbeitet, weiß, dass das Arbeiten in einem gemütlichen Raum viel angenehmer ist. In diesem Raum sind Ordnung, Struktur sowie Funktionalität besonders wichtig. Aufbewahrungselemente sollten nützlich sein und trotzdem ins Raumkonzept passen. Darum sollte auch dieser Raum sorgfältig eingerichtet und der Kauf von Möbeln gut überlegt sein, denn die Eigenschaften dieser können das Arbeiten sehr viel angenehmer machen.
Beim Kauf von Arbeitstisch und Stuhl sollte immer auch auf die Ergonomie des Möbelstücks berücksichtigt werden. Lieber ein bisschen mehr Geld investieren als verspannt sitzen und damit Folgeschäden vorbeugen. Beim Kauf eines Arbeitsstuhls sollte auf eine stufenlos verstellbare Sitzhöhe von 42 – 53 cm, eine Sitzfläche mit Tiefe zwischen 38 – 44 cm sowie Breite von 40 – 48 cm geachtet werden. Die Rückenlehne sollte 36 – 48 cm breit und in der Höhe sowie im Winkel verstellbar sein. Wichtig ist, dass der Stuhl dynamisches Sitzen ermöglicht. Die richtige Sitzposition ist: rechter Winkel von Unter- zum Oberarm und vom Unter- zum Oberschenkel, die Sitzfläche vollständig ausnutzen sowie die Haltung zwischen aufrecht und zurückgelehnt variieren. Der Arbeitstisch sollte eine Höhe von 72 cm haben, wenn er nicht verstellbar ist und mindestens eine Tiefe von 80 cm, damit der notwendige Abstand zum Bildschirm eingehalten wird.
Neben dem rein optischen Erscheinungsbild eines Möbelstücks für das Arbeitszimmer gibt es also noch weitere wichtige Kriterien. Die Sitzhaltung am Tisch unbedingt vor dem Kauf ausprobieren und auf ihre Ergonomie prüfen.








